Ja, andere Muetter haben auch haessliche Toechter. Ja, es wurde schon viel darueber geschrieben. Ja, ich muss jetzt auch noch mein Ketchup dazu geben. Ich bin nun eine Betroffene und habe das Recht, nicht zu schweigen. Aber von vorn:
Ich bin eine nicht stolze Besitzerin eines VW Touran, Bj. 2005, mit einer sehr hohen Laufleistung von bisher 24.000 km, also wahnsinnigen 8.000 km pro Jahr. Dem scheint ein VW Touran nicht gewachsen zu sein aber der Reihe nach. Es begann mit einem leichten Knirschen beim Einlegen des Rueckwaertsgangs und gipfelte im Totalausfall der Moeglichkeit, eine Parkluecke rueckwaerts verlassen zu koennen.
Also ab zur Werkstatt und die Lapalie reparieren lassen, kann ja so schlimm nicht sein. Irrtum! Ein Anruf des Mechanikers erleichterte mein Konto erst virtuell (spaeter dann per EC-Karte real) um 2.500 Euro. Im Getriebe war irgendein Zahnrad defekt, was man laut Aussage des Zahnradarztes nur mit extrem hohen Aufwand reparieren koenne. Ein Austauschgetriebe war wohl billiger. Also biss ich in den sauren Bio-Apfel und stimmte der Reparatur zu, im Hinterkopf die leise Hoffnung habend, dass VW kulanterweise die Kosten uebernehmen oder sich zumindest daran beteiligen wuerde. Aber da hatte ich die Rechnung ohne den Wirt bzw. den Parasiten gemacht. Da die Gewaehrleistung seit einem Jahr abgelaufen war, gab es laut VW keinen Grund, auch nur einen Cent auf mein Konto zu ueberweisen. Auch die Argumentation, dass ein Getriebe doch mehr als 24.000 km halten muesste konnte keinen VW-Kundenbetreuer erweichen.
Nun hat mein Touran also ein fast neues Getriebe mit einer neuen Gewaehrleistung von 2 Jahren. Dafuer lohnen sich doch 2.500 Euro, oder?
Eventuell verkaufe ich das Getriebe aber auch wieder (mit Auto drumherum) und kaufe mir davon 20 Trabant 601 Limousine. Da habe ich dann 20 Getriebe, die kaputt gehen koennen.